Gewinne für Investoren statt Visionen

Für die Buga nimmt die Stadt Heilbronn viel Geld in die Hand, denn sie soll den Weg bereiten für das neue Quartier Neckarbogen. In toller Lage nahe der Innenstadt zwischen Altem Neckar und Neckarkanal soll ein Modellstadtteil mit neuer zukunftsweisender Qualität u.a. in den Bereichen Energie, neue Mobilität und Zusammenleben entstehen. Mit viel Herzblut wurden von Fachleuten, Verwaltung und Bürgern Konzepte zur Umsetzung entwickelt. Bis zur BuGa sollen ca. 23 modellhafte Gebäude stehen. Auch diese sollen BuGa-Besucher anziehen, denn alleine mit neu angelegten Grünflächen lassen sich nicht 2 Millionen Besucher anlocken. Doch manchen Investoren waren diese Konzepte ein Dorn im Auge. Sie fürchteten um eine renditeträchtige Vermarktung und wirkten auf CDU, SPD und FDP ein, ungeliebte Vorgaben zu beseitigen. Folge: Tiefgaragen für alle Häuser, Aufweichung des Gestaltungshandbuches z. B. bei der Begrünung und Nutzung der Dachgärten. Wer immer mehr Visionen im NB stoppt, gefährdet auch den Erfolg der BUGA. In letzter Minute wurden zudem die Baulandpreise erhöht. Ist nun zu befürchten, dass auch der soziale Wohnungsbau auf der Strecke bleibt? Der GR beschloss, dass bei der Vorauswahl der Investoren alle GR-Fraktionen beteiligt werden. Diese 6 GRe können nun die Fachleute überstimmen, während die übrigen GR an den Vorentscheidungen nicht einmal als Zuhörer teilnehmen dürfen.

Artikel für die Stadtzeitung zum 16.04.2015

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